Ändern Sie Ihre Einstellung zu Layered Process Audits um ein praktisches, hochwertiges System zu entwickeln. Layered Process Audits bieten viele Vorteile. Man realisiert aber den größten Gewinn erst durch sorgfältige Überlegung.

Viele Unternehmen, die ein Layered Process Audit System entwickeln wollen, durchlaufen eine ganz praktische Vorgehensweise. Erstens treffen sie die Entscheidung, überhaupt eine LPA System einzuführen. Autozulieferer für Chrysler und zum Teil auch GM und Ford brauchen diese Entscheidung allerdings nicht machen, denn es schon eine Anforderung von ihren Kunden ist. Aber nach diesem ersten Schritt, denken die meisten sofort an die verschiedenen Teilen des Systems, und wie sie verwirklicht werden können:

  • Wie werden Audittermine geplannt bzw festgelegt?
  • Wie teilt man die Auditors mit, daß sie ein Audit durchführen müssen?
  • Wie sollen die Audits aussehen? Was für Checkliste soll es geben?
  • Welche Fragen sollen gestellt werden?
  • Wie werden die Ergebnisse protokoliert?
  • Was für Berichte wären wertvoll, und wie bzw wann werden sie erstellt? 

Um ein kraftvolles System zu entwickeln, und dadurch den  Gewinn zu maximieren, sollten zwei wichtige Fragen beantwortet werden:

  1. Wer sind die wahre Kunden des Systems?
  2. Was brauchen diese Kunden?

Wer sind die Kunden eines Layered Process Audit Systems?
Auf den ersten Blick könnte man denken, die Kunden des Unternehmens sind die Kunden des LPA Systems. Die Kunden des Unternehmens profitieren aber eigentlich nur indirekt vom System. Ausserdem nehmen sie daran nicht teil. Die wahre Kunden des Systems sind in Wirklichkeit die Auditors, die die Überprüfungen durchführen, und die Betriebsführung, die die Daten des Systems brauchen, um wichtige Entscheidungen zu treffen, und Probleme zu finden bzw lösen. Die Auditors sind Kunden, indem sie die Überprüfungen durchführen, alle Nichtübereinstimmungen erfassen und wieder in Ordnung bringen, und die Auditergebnisse berichten. Die Betriebsführung sind Kunden, indem sie die Daten analysieren, Probleme und deren Lösungen überprüfen bevor sie Rückweisungen von den Kunden werden, und die Daten bearbeiten und- wo erwünscht oder erforderlich- an Kunden als Berichte weiterleiten.

Wenn diese zwei Gruppen die Kunden des Systems sind, kommt natürlich ein Paar weitere Fragen: was brauchen diese Kunden, und wie könnten ihre Bedürfnisse bedient werden?

Was brauchen Auditors?
Auditors sind alle Mitarbeiter, die auch andere Beschäftigungen haben und so wenig Zeit wie möglich mit Systemsüberprüfungen verbringen wollen. Das System sollte ihre Zeit nicht verschwenden, und sollte auch so einfach durchzuführen wie möglich sein. Auditors brauchen:

  • Schneller und einfacher Zugang zu den Auditfragen
  • Sinnvolle Audits, die einen positiven Einfluß und positive Auswirkungen haben können
  • Gute Fragen, mit klarer Erklärung, die den  Prozess überprüft und bewertet 
  • Gute und schnelle Auswertungen
  • Rückmeldung von der Geschäftsleitung

Was braucht die Geschäftsleitung?
Die Geschäftsleitung hat natürlich auch viel mehr zu tun, ausser LPA Ergebnisse zu überprüfen und bewerten. Damit sie zeitgemäß auf Probleme reagieren können, und die Leistungen des Systems maximieren, ohne unverhältnismäßig viel Zeit damit zu verbringen, benötigen sie nur die Tatsachen. Sie brauchen:

  • Schneller und einfacher Zugang zu den Systemberichten
  • aktuelle Berichte und Daten, 24/7
  • Einen Überblick über Abweichungen von Kontrollmaße, und was dagegen gemacht wurde
  • Ein Forum, wo sie ihre Anmerkungen und Korrektur eingeben und an den Auditors bzw. andere Mitarbeiter weiterleiten können
  • Die Fähigkeit, Auswertungen zu bearbeiten und als Berichte schnell und einfach an Kunden abzugeben

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Da es anscheinend ein Mangel an Information zum Thema Layered Process Audits auf Deutsch gibt, und da LPA-Systeme eine gute Strategie zur erfolgreichen Verbesserung der Produktqualität anbieten, wollte ich ein ein Blog bzw Forum anfangen, wo Hinweise und Information über effective Systeme diskutiert werden könnten.

Durch eine besondere Maßnahme der Chrysler Group über 2003 und 2004, sind LPA in der Autoindustrie in den USA weit verbreitet. Die meisten Chrysler Zulieferer mußten schon längst ein LPA System eingeführt haben, und LPA ist sogar generell als Voraussetzung für Zertifizierung zur internationalen Automobilnorm ISO/TS 16949 für Chrysler Zulieferer anerkannt. Laut ihre eigene interne Geschäftsleiter hatte Chrysler solche auffälige Qualitätsverbesserungen erzielt, dass ihre Lieferanten relativ schnell in die Initiative mit einbezogen wurden. General Motors und Ford sind mittlerweile auch teilweise mit ihren eigenen Zuliefererinitiativen beschäftigt, also kennen den meisten Qualitätsbeschäftigten der Autoindustrie in den USA das Konzept "Layered Process Auditing."

Wie funktionieren Layered Audits, und was bedeutet "Layered Process Auditing" überhaupt? LPAs sind eine systematische, mehrstufige, und regelmäßige Überprüfung kritische Prozesse. Diese Audits oder Überprüfungen werden von vielen Managementebenen durchgeführt- von den ersten Ebenen (z.B. Werkführer oder Schichtmeister) werden sie normalerweise mindestens einmal pro Schicht durchgeführt. Aber von anderen Managementebenen werden die gleiche Überprüfungen im unterschiedlichen Abstand auch durchgeführt.

Die Audits sind auf Prozessregelung und Fehlernachweise geziehlt, und sollen möglichst schnell Abweichungen von Kontrollmaße entdecken. Wenn Abweichungen entdeckt werden, sollten Maßnahmen sofort ergriffen werden, um sowohl möglicherweise defekte Waren zu isolieren (damit fehlerhafte Produkte nicht aus versehen weiter verarbeitet oder an Kunden geliefert werden) als auch die Quelle den Abweichungen zu beheben.

Ein gut gestaltetes Layered Process Audit System bietet also viele Vorteile: weniger Nacharbeit und Ausschuss, geringere Streuung bei Fehlereinflüssen, Vermeidung von Prozess- und Mitarbeiterfehlern, verbesserte Gesamtqualität, und Kostensenkungen.


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